Die gezielte Steuerung aller Informationsprozesse, um ein einheitliches Bild der Organisation zu bilden nennt man Unternehmenskommunikation. 

Was bedeutet Unternehmenskommunikation? 

Unternehmenskommunikation beschreibt die gesamte kommunikative Steuerung einer Organisation oder einer Marke. Diese kann sich sowohl nach innen als auch nach außen richten. 

Gemeint ist also nicht nur der Kontakt zu Medien, sondern ebenso die Kommunikation mit Mitarbeitenden, Partnern oder der Öffentlichkeit. Unternehmenskommunikation lässt sich auch als eine Art Managementfunktion beschreiben. Diese unterstützt den wirtschaftlichen Erfolg, baut Beziehungen auf und hat Einfluss auf die Reputation und Markenwahrnehmung. 

Interne vs. Externe Unternehmenskommunikation 

Merkmal Intern Extern 
Zielgruppe Mitarbeiter aller Art (Führungskräfte, Betriebsrat) Kunden
Partner
Investoren
Medien
Öffentlichkeit. 
Hauptziele Vermittlung von Information
Identifikation mit dem Unternehmen (Employer Branding)
Motivation der Mitarbeiter 
Imagebildung Vertrauensaufbau Krisenkommunikation Positionierung im Markt 
Inhalte Strategieänderungen
Teamevents
Prozessabläufe
Personalnews. 
Produktneuheiten
Quartalszahle
Pressemitteilungen Werbekampagnen 
Kanäle Intranet
Mitarbeiter-Apps
Meetings 
Website
Social-Media-Kanäle
PR-Events
Newsletter 
Richtung Top-Down
Bottom-Up
Lateral zwischen Abteilungen
One-to-Many (Sender an Öffentlichkeit)
Dialog (Social Media).

Warum ist Unternehmenskommunikation wichtig? 

  1. Reputation und Vertrauensaufbau: Ohne eine glaubwürdige Außenwirkung verliert ein Unternehmen seine Existenzberechtigung am Markt. Kommunikation ist das Fundament, sie steuert das Image bei Kunden und Investoren und gewährleistet die Sicherheit, um Krisen unbeschadet zu überstehen. 
  1. Beitrag zur Unternehmenskultur: Die Identifikation mit dem Unternehmen ist der innere Motor einer jeden Organisation. Mitarbeiter, die sich wohlfühlen und mit den Werten der Organisation verbunden sind, agieren nicht als bloße Arbeitskraft, sondern zeigen eine höhere Eigeninitiative, sind belastbarer und tragen maßgeblich zu einem positiven Arbeitsklima bei.  Der Gallup Engagement Index 2025 zeigt außerdem, dass Mitarbeiter, die sich weniger mit dem Unternehmen identifizieren, im Schnitt mehr Fehltage sowie eine geringere Verantwortungsbereitschaft haben. 
  1. Strategische Steuerung: Die Unternehmenskommunikation übersetzt komplexe Planungskonzepte und Ziele in klare Handlungsanweisungen. Außerdem werden durch aktive Kommunikation Unklarheiten verhindert, bspw. zwischen verschiedenen Abteilungen. Sie sorgt zudem dafür, dass Ressourcen nicht durch Missverständnisse verschwendet werden. 

Beispiel aus der Praxis 

Ein deutsches Softwareunternehmen entwickelt digitale Lösungen für Wartung und Service in der Industrie. Das Unternehmen wächst schnell, bekommt neue Führungskräfte und will sich im Markt etablieren. Gleichzeitig sollen Mitarbeitende verstehen, wofür das Unternehmen künftig steht, und auch Kundinnen, Kunden und Medien sollen ein einheitliches Bild bekommen. 

Intern erklärt die Geschäftsführung die neue Richtung in Mitarbeiterversammlungen sowie über die eigene App. Führungskräfte erhalten zusätzliche Informationen, damit sie Fragen aus ihren Teams einheitlich beantworten können. So wird sichergestellt, dass Veränderungen nicht nur angekündigt, sondern innerhalb des Unternehmens nachvollziehbar vermittelt werden. 

Auch nach außen hin wird die Kommunikation ebenfalls angepasst: Die Website erklärt nun klarer, welche Leistungen das Unternehmen anbietet und worin der Nutzen für Kundinnen und Kunden liegt. Auf LinkedIn werden in regelmäßigen Formaten Themen aufgegriffen, die das Unternehmen fachlich einordnen und die neue Ausrichtung sichtbar machen. Gleichzeitig stellt die Pressearbeit sicher, dass die Öffentlichkeit ein verständliches und einheitliches Bild der Softwarefirma erhalten. 

Abgrenzung zu ähnlichen Begriffen 

Krisenkommunikation: Die strategische Kommunikation eines Unternehmens während und nach einer Krise, um negative Auswirkungen auf die Reputation zu minimieren und das Vertrauen der Betroffenen zu sichern. 

PR: Public Relations bezeichnet die Öffentlichkeitsarbeit eines Unternehmens oder einer Organisation mit dem Ziel, Vertrauen aufzubauen, Sichtbarkeit zu schaffen sowie Beziehungen zu den relevanten Zielgruppen zu knüpfen und pflegen. 

PR-Instrumente: Die konkreten Maßnahmen und Formate, mit denen Unternehmen ihre Kommunikation umsetzen. Sie dienen dazu, Beziehungen zu Zielgruppen aufzubauen, Reputation aufzubauen und messbare Ergebnisse zu erzielen und zu unterstützen. 

Zusammenfassung 

Häufige Fragen zur Unternehmenskommunikation

Was ist der Unterschied zwischen Marketing und Unternehmenskommunikation? 

Marketing zielt darauf ab, Produkte oder Leistungen am Markt sichtbar zu machen und Nachfrage zu erzeugen. Unternehmenskommunikation hingegen ist breiter angelegt und zahlt auf Orientierung und Vertrauen in das Unternehmen ein.  

Ist Unternehmenskommunikation dasselbe wie PR? 

Nein, die PR ist ein Teil der Unternehmenskommunikation. Diese ist der größere Rahmen und umfasst zusätzlich interne, strategische und kanalübergreifende Kommunikationsaufgaben.  

Wie wird Unternehmenskommunikation messbar? 

Vorab definierte Key Performance Indicators (KPIs) wie Reichweite, Interaktionsraten, Medienresonanz oder Mitarbeiterzufriedenheit geben bei regelmäßigem Abgleich mit strategischen Zielen Auskunft über die Wirkung der Unternehmenskommunikation. 

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